Gut Staffelde

Inmitten der Kulturlandschaft Brandenburg haben wir dieses Kleinod gefunden: Das Gutshaus und seinen Park, traditionell Pferdestandort mit bedeutender Geschichte, berlinnah und dennoch in landwirtschaftlich geprägter Struktur – hier sind Historie, Pferde, Kultur und Natur miteinander verwoben. Hier wollen wir dazu beitragen, Tradition in die Moderne zu führen, und die Zucht der Trakehner-Pferde, die den Menschen seit Jahrhunderten durch alle Höhen und Tiefen begleiten, mit Respekt und Dankbarkeit fortführen.

Hierbei sollen uns neben dem züchterischem Sachverstand auch die guten Grundvoraussetzungen der Gestütsanlage helfen – helle, luftige Ställe, große Sommerweiden und matschfreie Winterausläufe, gelenkschonende Böden in der lichtdurchflutenden Reithalle und auf dem Außenplatz, die über tausend Meter lange Rennbahn rund um das Gelände, die Kletterstrecke in unserem „Wäldchen“, die Longierhalle mit Führanlage und das angrenzende Ausreitgelände.
Aber getreu dem Motto „Gute Pferde haben keinen Brand“ züchten wir auch Pferde aus anderen Zuchtgebieten, vornehmlich natürlich das Deutsche Sportpferd.

Alle von uns gezüchteten Pferde sollen dem Menschen zugewandt sein und Freude an der Arbeit haben, wir legen größten Wert darauf, dass die Pferde gute Erfahrungen mit dem Menschen machen, viel Sozialkontakte und beste Haltungsbedingungen haben, gesundheitlich optimal versorgt und gefüttert werden und schonend nach den Grundsätzen der klassischen Reitlehre ausgebildet werden.


DIE HISTORIE

Das Gut Staffelde blickt auf eine lange Historie zurück. Als der Ort Staffelde 1358 das erste Mal namentlich erwähnt wurde, befand sich auf dem Gelände des heutigen Gestüts ein Rittergut. Bis 1684 war das Rittergut im Besitz der Familie von Bredow, die im Havelland zahlreiche Güter besaß. Danach ging das Gut durch mehrere Hände: Eigentümer waren u. a. die Grafen von Redern auf Schwante, der Geheime Oberfinanzrath Geisler und mehreren Generationen der Familie Wilkens.
Nachdem das ehemalige Rittergut in den 30er Jahren aufgesiedelt wurde, kaufte der Trabrennfahrer Charlie Mills um 1936 das Restgut und errichtete dort ein Trabergestüt mit einer Reithalle und einer immer noch in Nutzung stehenden Trabrennbahn, auf der er seine Pferde ausbildete und trainierte. Das Motto „Gott schütze uns vor Sturm und Wind und Trabern die zu langsam sind“, traf zwar auf seine Pferde, nicht aber auf die Reithalle zu, die inzwischen neu errichtet an derselben Stelle steht.
1947 verließ der 17fache Traberchampion Mills Staffelde und siedelte nach Paris über.

 

2013 erwarb Bettina Lechtermann das Gut mit Herrenhaus, historischen Stallungen, der Reitanlage und dem Landschaftspark sowie die dazugehörenden Wiesen und Weiden. Das sogenannte Schloss ist als eines der letzten Bredow´schen Gutshäuser ein bedeutendes Zeugnis märkischer Kultur und Geschichte.


DIE AKTUELLE PLANUNG

Mit den ersten abgeschlossenen Sanierungsschritten von Gutshaus und Park und dem Aufbau der Pferdezucht hat sich auch unsere Planung weiter entwickelt:

Erhalt und Pflege der Denkmäler

Die Sanierung des denkmalgeschützen Gutshaus und Stalles einschließlich des Gartendenkmals Park mit seinen vielen Naturdenkmälern bewahrt den Charme des Gestüts. Gleichzeitig wird die historische Parkanlage mit alten Blick- und Wegebeziehungen wieder angelegt, ohne auf eine zeitgemäße Nutzung des Gesamtensembles verzichten zu müssen. Alle Sanierungsmaßnahmen sind anspruchsvoll und erfordern umfassende Fachkenntnisse. Aus diesem Grunde arbeiten wir mit erfahrenen Restauratoren und Fachbetrieben zusammen.

Wohnen und Leben mit Pferd

Mit großer Einsatzbereitschaft wohnen und leben wir mit den Pferden. Sie sollen bei uns nicht nur optimal versorgt werden, sondern auch gute Erfahrungen mit dem Menschen machen. Wir legen großen Wert darauf, dass die von uns gezüchteten Pferde dem Menschen auch zugewandt sind.

Zucht

Auch wenn unsere besondere Leidenschaft den Trakehnern gilt, haben wir unter unseren 10-12 Zuchtstuten auch einige hervorragende Mutterstuten der Rasse Deutsches Sportpferd.
Unsere vielversprechenden jungen Hengste, der Reservesieger der Trakehnerkörung 2013 Scaglietti, der Reservesieger der Trakehnerkörung 2015 Helium, der Sieger der springbetonten Hengste der Trakehner Körung 2015 Edmonton sowie Dürrenmatt aus dem Besitz von Dr. Dirk Hamann stehen in unserer Besamungsstation den Züchtern zur Verfügung. Neu in 2016 hinzugekommen sind der Reservesieger der Trakehnerkörung 2016 Zauberreigen und der Hannoveraner Prämienhengst Quantissimo von Quantensprung / Distelzar (Trak.) sowie der Prämienhengst der Körung 2016 in Neustadt /Dosse Meridian von Millennium / De Chirico.

Ausbildung

Wir möchten den von uns gezüchteten Pferden den bestmöglichen Start geben – hierzu gehört auch eine gute Grundausbildung nach klassischen Grundsätzen. Trakehner sind vielseitige Pferde – die Ausbildung mit Elementen der Dressur und des Springens, die Bewegung auf unserer Galoppbahn und im Gelände gehören zum Ausbildungsprogramm. Und natürlich freuen wir uns, unsere Hengste und auch einen Teil der Stuten sowie Ausbildungspferde weiter je nach Veranlagung auch bis zur schweren Klasse  fördern zu können.

Landwirtschaftlicher Betrieb

Wir bewirtschaften rund 40 ha Grünland, davon 20 ha Weideland und 20 ha extensiv zur Heuerzeugung.

Musik und Kultur

Nach Abschluss der Sanierung werden in dem historischen Speisesaal des Gutshauses sowie im Park regelmäßig Konzerte, Lesungen und Ausstellungen stattfinden. Hierbei wollen wir vor allem für junge Künstlern eine Plattform schaffen.